Clémence van Lunen. Kribbelige Unruhe

22. März 2026 bis 28. Juni 2026
Clémence van Lunen. Kribbelige Unruhe
Clémence van Lunen, Grand doodle bleu, 2010, glasiertes Steinzeug, Foto: Ray Pillai, VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Großformatig, farbenfroh und spielerisch – die Arbeiten der Bildhauerin Clémence van Lunen (geb. 1959) verbreiten beim Betrachten eine »kribbelige Unruhe«. Ihre Skulpturen beeindrucken durch ihre Monumentalität, eine geknetete, lebendige Oberfläche und eine gewisse humorvolle Rätselhaftigkeit. Aus Keramik formt sie große Werke von scheinbar simplen Dingen wie Vögeln, Blumen, Landschaften oder faltenreichen Vorhängen. Und obwohl sie raumgreifende Volumen jenseits von Gefäßformen schafft, behalten sie den spielerischen Charakter einer Skizze. Dabei lenkt van Lunen nicht ohne Ironie immer wieder den Blick auf den immensen Aufwand und freudigen »Kampf«, den sie betreibt, um ihre Skulpturen, meist in Serien, zu konstruieren.

In den 1980er-Jahren arbeitete die Künstlerin hauptsächlich in Holz und Stein. Zu Beginn der 2000er-Jahre wandte sie sich durch Reisen nach China der Keramik zu und gehört heute zu einer Handvoll Bildhauer*innen, die im Grenzbereich zwischen Keramik und Skulptur arbeiten. Für die Belgierin, die in Frankreich lebt, ist es die erste Präsentation in Deutschland.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Keramis – Centre de la Céramique in La Louvière (Belgien). Zur Ausstellung ist ein dreisprachiger Katalog erschienen.

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