11. September 2026 bis 21. November 2026

Luise Marchand: Jobless Grimace. 2026, C-Print auf Edelstahlplatte, 84 x 59,5 cm
Luise Marchand: Schicht zur Sonne12.9. - 21.11. 2026
Eröffnung 12.9. | 19:00
8.10. | 19:00
Lesung: Prof. Dr. Jana Costas: Im Minus-Bereich
anschließend Gespräch mit der Autorin und Luise Marchand
Aus: Christin Müller
Aussicht auf Gewinn, 2026
»Ohne Fleiß kein Preis!« »Wer rastet, der rostet!« »Arbeit nährt, Müßiggang zehrt!« »Vom Tellerwäscher zum Millionär!« – Solche Sprichwörter sind bis heute tief in kapitalistisch geprägten Gesellschaften verankert. Sie idealisieren das engagierte Tätigsein, halten dazu an, motiviert auf eine bessere Zukunft hinzuarbeiten und gipfeln in dem Versprechen »Labor omnia vincit« (Arbeit besiegt alles). In unserer von maximaler Flexibilität und multiplen Krisen geprägten Gegenwart konkurrieren außerdem die Konzepte von Work-Life-Balance und Work-Life-Blending um die Vormacht als Lebensideal und die Optimierung der Körper treibt beständige neue Blüten.1 Die damit verbundenen Zurichtungen von Mensch und Natur zum Zwecke kapitalistischer Wertschöpfung beschäftigen Luise Marchand in ihrem künstlerischen Werk. Um die Ökonomien des Begehrens zu untersuchen, bedient sie sich der Ästhetik und des Bildvokabulars der Werbeindustrie und unterläuft diese mit der präzisen Wahl ihrer Bildsujets und Installationsformen.
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