Gerhard Marcks. Musiker und Dichter

17. Dezember 2026 bis 14. Februar 2027
Gerhard Marcks. Musiker und Dichter
Gerhard Marcks, Sitzender Bass, 1970, Bronze, Gerhard-Marcks-Stiftung, VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Was geschieht, wenn ein Bildhauer sich der Musik und der Dichtkunst zuwendet? Das Gerhard-Marcks-Haus widmet sich dieser Frage am Beispiel von Gerhard Marcks (1889–1981). Der Künstler beschrieb sich mehrmals als »Musikbanause«, dennoch war er ein eifriger Konzertgänger und wacher Beobachter. Höchste Konzentration, extreme Körperspannung der Musiker*innen war für ihn, einen zeichnenden Bildhauer, eine ausgesprochen verlockende Kombination. Auf kleinformatigen Papieren entstanden während der Darbietungen lebendige Skizzen der agierenden Musiker*innen, die er im Atelier zu Plastiken und Druckgrafiken formte. Zu sehen sind auch Holzschnitte zur Dichtkunst, in denen Marcks seiner Griechenlandliebe Ausdruck verleiht. Tief berührte ihn die Geschichte des Orpheus, wie sie der römische Dichter Ovid in seinen »Metamorphosen« schildert.

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