Hella Gerlach: Spektrum

21. März 2026 bis 3. Mai 2026
Hella Gerlach: Spektrum
Bild: Hella Gerlach

Die Ausstellung Spektrum von Hella Gerlach ist die vierte Ausstellung in der Reihe for fear of continuity problems, die sich in einem Teilbereich der GAK sowie den Posterrahmen im Außenraum mit Erinnerung und Gedächtnis auseinandersetzt.


In ihren Arbeiten beschäftigt sich Hella Gerlach (*1977, lebt in Berlin) mit Kommunikation und Beziehungen als Zusammenspiel von Körpern und Technik. Im Zentrum steht dabei oft die Berührung. Was berührt, hinterlässt eine Spur, löst eine Reaktion aus und bildet einen Datensatz, der sich in Technologien und Körper einschreibt. Das Spektrum, in dem diese Berührungen stattfinden können, ist groß. Mittels Sensoren und deren Erweiterungen können körperliche Berührungen große Distanzen ebenso überbrücken wie unterschiedliche Formen von Wahrnehmung zwischen Körpern.


Große und kleinere Wollobjekte, die Gerlach modelliert, gewaschen und weiter in Form gezogen hat, hängen an Gummiseilen im Raum. Sie sind teils mit Technik ausgestattet, was ihre Möglichkeiten der Reaktion auf Berührungen um Zitterbewegungen und Schwingungen erweitert. Die Kommunikation zwischen den Objekten selbst sowie zwischen ihnen und Menschen verläuft non-verbal und schreibt sich als Erinnerung ein. Inside-out heißt diese Serie taktiler Objekte, deren Formen an von innen nach außen gedrehte Körper erinnern.


Diese Bewegung zwischen Innen und Außen greift Hella Gerlach auch in einer Soundarbeit sowie im Außenraum auf. Hier bringt sie die eigentlich innenliegenden Seiten ihrer aktuellen Publikation Kollagen auf die Wand. Mittels Händen und Ohren, vorhandenen und neuen Buchseiten entfaltet sich auf der Gebäudehülle eine Text-Bild-Sammlung zu unterschiedlichen Formen und Gesten der Berührung. Jede Berührung ist eine Verkettung sensorischer Wahrnehmungen. Schwingungen werden übertragen und umgewandelt, weitergegeben und durch unzählige Materialien geleitet, gebündelt, gespeichert und wieder weitergegeben. Gerlachs Arbeiten verhandeln dabei durchaus auch Spannungen zwischen Körper und Technologie, zwischen Möglichkeit und Verletzlichkeit, Erweiterung und Verlust.
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